Kurz erklärt
Bei neurodegenerativen Erkrankungen gehen Nervenzellen im Gehirn langsam zugrunde. Die häufigsten sind die Demenz – allen voran die Alzheimer-Krankheit – und die Parkinson-Krankheit.
| Häufigkeit Demenz | Etwa 1,8 Millionen Betroffene in Deutschland |
|---|---|
| Häufigkeit Parkinson | Etwa 400.000 Betroffene |
| Zuständig | Hausarzt, Neurologe, Gedächtnisambulanz |
Woran man es erkennt
- Demenz: Vergesslichkeit für Neues, Orientierungsprobleme, Wortfindungsstörungen, Rückzug, Wesensänderung
- Parkinson: Zittern in Ruhe, verlangsamte Bewegungen, steife Muskeln, kleine Schritte, leise Stimme
- Bei beiden: Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Stürze
Was im Alter besonders ist
Eine plötzliche Verwirrtheit ist oft keine Demenz, sondern ein Delir – etwa durch Infekt, Flüssigkeitsmangel oder Medikamente. Das muss rasch ärztlich abgeklärt werden. Menschen mit Demenz können Schmerzen häufig nicht benennen und zeigen sie durch Unruhe oder Abwehr.
Behandlung
Demenz ist nicht heilbar. Medikamente wie Donepezil können den Verlauf bei Alzheimer zeitweise bremsen. Wichtiger sind Tagesstruktur, Bewegung, soziale Kontakte und Ergotherapie. Bei Parkinson ersetzen Medikamente den fehlenden Botenstoff Dopamin; sie müssen pünktlich eingenommen werden. Physio- und Logopädie ergänzen die Behandlung.
Was Angehörige tun können
- Feste Abläufe, einfache Sätze, ruhiger Ton – nicht korrigieren oder diskutieren
- Parkinson-Medikamente minutengenau geben
- Wohnung sicher gestalten, Herd sichern, Orientierungshilfen anbringen
- Früh Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung klären
Wann sofort zum Arzt
Bei plötzlicher Verwirrtheit, starker Unruhe, Fieber, Sturz mit Kopfverletzung oder wenn jemand nicht mehr schlucken kann.
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Wir übernehmen Grundpflege, Medikamentengabe und Betreuung, entlasten Angehörige mit Betreuungs- und Entlastungsleistungen (131 Euro monatlich nach § 45b SGB XI) und beraten zu Pflegegrad und Verhinderungspflege.
Häufige Fragen
Ist jede Vergesslichkeit im Alter eine Demenz?
Nein. Leichte Vergesslichkeit ist normal. Wenn der Alltag beeinträchtigt ist, sollte der Hausarzt einen Gedächtnistest machen.
Bekommt man bei Demenz einen Pflegegrad?
Ja. Seit 2017 zählen kognitive Einschränkungen voll. Der Medizinische Dienst begutachtet zu Hause.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden oder Fragen zu Ihren Medikamenten wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder Ihre Apotheke. Im Notfall: 112. Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117.
Stand: September 2026 · Krankenpflegedienst Tina, Offenbach am Main
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