Kurz erklärt
Metamizol ist ein stark wirksames Schmerz- und Fiebermittel. Es wird in Deutschland sehr häufig verordnet, besonders bei starken Schmerzen und krampfartigen Bauchschmerzen.
| Wirkstoffgruppe | Nicht-Opioid-Analgetikum (Pyrazolon) |
|---|---|
| Einsatz | starke Schmerzen, krampfartige Schmerzen, hohes Fieber |
| Verschreibungspflichtig | ja |
Wie es wirkt
Metamizol hemmt die Bildung schmerzvermittelnder Botenstoffe und wirkt zusätzlich krampflösend. Es belastet Magen und Nieren weniger als Ibuprofen oder Diclofenac.
Richtig einnehmen
- Als Tabletten oder Tropfen, Abstand und Höchstdosis nach ärztlicher Verordnung
- Tropfen genau abzählen
- Nicht länger als nötig einnehmen
Häufige Nebenwirkungen
- Blutdruckabfall, Schwindel
- Rotfärbung des Urins (harmlos)
- Allergische Hautreaktionen
- Sehr selten: starker Abfall der weißen Blutkörperchen (Agranulozytose)
Worauf man im Alter achten sollte
Die seltene Agranulozytose kann jederzeit auftreten und ist gefährlich, weil der Körper Infekte nicht mehr abwehren kann. Deshalb gilt: Fieber, Halsschmerzen oder Entzündungen im Mund unter Metamizol sind ein Warnsignal. Bei längerer Einnahme wird das Blutbild kontrolliert. Der Blutdruck kann besonders nach der Einnahme absinken.
Wann sofort zum Arzt
Bei Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, schmerzhaften Stellen im Mund oder Rachen – Metamizol nicht weiter einnehmen und am selben Tag den Arzt aufsuchen.
So unterstützt Sie der Pflegedienst Tina
Wir geben Metamizol nach Schmerzplan, zählen Tropfen exakt ab, dokumentieren Schmerzen und achten auf Infektzeichen.
Häufige Fragen
Ist der rote Urin gefährlich?
Nein. Das ist ein harmloses Abbauprodukt des Wirkstoffs.
Warum ist Metamizol in manchen Ländern nicht zugelassen?
Wegen des seltenen Risikos der Agranulozytose. In Deutschland ist es zugelassen und bei richtiger Überwachung eine wichtige Alternative zu anderen Schmerzmitteln.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden oder Fragen zu Ihren Medikamenten wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder Ihre Apotheke. Im Notfall: 112. Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117.
Stand: September 2026 · Krankenpflegedienst Tina, Offenbach am Main
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