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Metformin (Diabetes-Tablette) — Krankenpflegedienst Tina
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Pflegewissen

Metformin (Diabetes-Tablette)

Vladislav Dokić
Vladislav Dokić
Pflegedienstleitung
08. Oktober 2026
2 Min. Lesezeit

Kurz erklärt

Metformin ist das Standardmedikament bei Typ-2-Diabetes. Es senkt den Blutzucker, ohne selbst Unterzuckerungen auszulösen.

Wirkstoffgruppe Biguanide (Antidiabetikum)
Einsatz Typ-2-Diabetes
Verschreibungspflichtig ja

Wie es wirkt

Metformin bremst die Zuckerbildung in der Leber und macht die Körperzellen empfindlicher für Insulin. Es fördert keine Gewichtszunahme.

Richtig einnehmen

  • Zu oder nach den Mahlzeiten, meist ein- bis zweimal täglich
  • Die Dosis wird langsam gesteigert, damit der Magen sich gewöhnt
  • Mit einem Glas Wasser

Häufige Nebenwirkungen

  • Übelkeit, Blähungen, Durchfall, Metallgeschmack – oft vorübergehend
  • Bei langer Einnahme: Vitamin-B12-Mangel

Worauf man im Alter achten sollte

Metformin wird über die Nieren ausgeschieden. Die Nierenwerte müssen regelmäßig kontrolliert werden; bei eingeschränkter Nierenfunktion wird die Dosis verringert oder das Mittel abgesetzt. Bei Erbrechen, Durchfall oder Flüssigkeitsmangel sowie vor Untersuchungen mit Röntgenkontrastmittel und vor Operationen wird es nach ärztlicher Anweisung pausiert. Selten kann es zu einer gefährlichen Übersäuerung (Laktatazidose) kommen.

Wann sofort zum Arzt

Bei starker Übelkeit mit Erbrechen, Bauchschmerzen, Muskelkrämpfen, schneller Atmung und großer Schwäche – mögliche Zeichen einer Laktatazidose.

So unterstützt Sie der Pflegedienst Tina

Wir geben Metformin zu den Mahlzeiten, messen Blutzucker, achten auf Trinkmenge und Nebenwirkungen und erinnern an die Kontrolle der Nierenwerte.

Häufige Fragen

Kann Metformin eine Unterzuckerung auslösen?

Allein kaum. In Kombination mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen aber schon.

Was tun bei Magen-Darm-Infekt?

Den Arzt fragen – meist wird Metformin pausiert, bis wieder normal gegessen und getrunken wird.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden oder Fragen zu Ihren Medikamenten wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder Ihre Apotheke. Im Notfall: 112. Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117.

Stand: September 2026 · Krankenpflegedienst Tina, Offenbach am Main

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Vladislav Dokić
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