Kurz erklärt
Krebs entsteht, wenn Zellen unkontrolliert wachsen. Das Risiko steigt mit dem Alter deutlich – das mittlere Erkrankungsalter liegt bei rund 70 Jahren. Häufig sind Darm-, Lungen-, Prostata-, Brust- und Hautkrebs.
| Häufigkeit | Etwa die Hälfte aller Neuerkrankungen betrifft Menschen über 70 |
|---|---|
| Früherkennung | Kassenleistung, z. B. Darmspiegelung, Hautkrebs-Screening |
| Zuständig | Hausarzt, Onkologe, Palliativteam |
Mögliche Warnzeichen
- Ungewollter Gewichtsverlust, anhaltende Müdigkeit, Nachtschweiß
- Blut im Stuhl oder Urin, veränderte Stuhlgewohnheiten
- Knoten, Schwellungen, nicht heilende Wunden, veränderte Muttermale
- Anhaltender Husten, Heiserkeit oder Schluckbeschwerden
Was im Alter besonders ist
Warnzeichen werden oft als „normales Altern“ abgetan. Die Behandlung richtet sich nicht nach dem Alter allein, sondern nach Allgemeinzustand, Begleiterkrankungen und Wünschen des Betroffenen. Eine geriatrische Einschätzung hilft, die passende Therapie zu wählen.
Behandlung
Je nach Krebsart kommen Operation, Bestrahlung, Chemotherapie, Hormon- oder Immuntherapie infrage. Wenn Heilung nicht möglich ist, steht die Lebensqualität im Vordergrund: Schmerzen, Übelkeit, Atemnot und Angst werden gezielt behandelt (Palliativversorgung).
Was Angehörige tun können
- Arzttermine begleiten und Fragen vorher aufschreiben
- Auf Trinkmenge, Ernährung und Gewicht achten
- Nebenwirkungen wie Fieber, Durchfall oder Mundschleimhautentzündung melden
- Eigene Grenzen kennen und Entlastung annehmen
Wann sofort zum Arzt
Fieber über 38 °C während einer Chemotherapie ist ein Notfall – sofort Klinik oder Arzt anrufen. Ebenso bei starken, neuen Schmerzen, Atemnot oder Blutungen.
So unterstützt Sie der Pflegedienst Tina
Wir versorgen Portsysteme, Wunden und Stomata, geben Schmerzmittel und Spritzen, übernehmen die heimparenterale Ernährung und arbeiten mit Palliativteams (SAPV) zusammen – damit ein Leben zu Hause möglich bleibt.
Häufige Fragen
Ist man im Alter zu alt für eine Krebstherapie?
Nein. Entscheidend sind die Fitness und die Wünsche des Betroffenen, nicht das Geburtsdatum.
Was ist SAPV?
Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung – ein Team aus Ärzten und Pflegekräften für schwerkranke Menschen zu Hause. Der Hausarzt verordnet sie, die Kasse zahlt.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden oder Fragen zu Ihren Medikamenten wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder Ihre Apotheke. Im Notfall: 112. Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117.
Stand: September 2026 · Krankenpflegedienst Tina, Offenbach am Main
Rufen Sie uns an. Wir klären Ihre Fragen zu Pflegegrad, Leistungen und Kosten — kostenlos, unverbindlich und ohne Verkaufsgespräch.
Vladislav Dokić empfiehlt
Wenn Sie das Thema interessiert, passen diese beiden Beiträge gut dazu.