Kurz erklärt
Eine Wunde gilt als chronisch, wenn sie nach acht Wochen nicht abgeheilt ist. Im Alter sind das vor allem Druckgeschwüre (Dekubitus), offene Beine (Ulcus cruris) und Wunden beim diabetischen Fuß.
| Ursachen | Druck, Durchblutungsstörungen, Venenschwäche, Diabetes |
|---|---|
| Heilung | dauert oft Monate – Ursache muss behandelt werden |
| Zuständig | Hausarzt, Wundexperte, Gefäßchirurg, Dermatologe |
Woran man es erkennt
- Rötung, die sich auf Fingerdruck nicht wegdrücken lässt (erstes Dekubitus-Zeichen)
- Offene Stelle an Kreuzbein, Ferse, Hüfte oder Knöchel
- Nässende, übel riechende oder sich vergrößernde Wunde
- Schmerzlose Wunde am Fuß bei Diabetes – besonders gefährlich
Was im Alter besonders ist
Dünne Haut, Bewegungsmangel, Mangelernährung und Inkontinenz begünstigen Wunden. Eine Wunde heilt nur, wenn die Ursache behoben wird: Druck entlasten, Venen komprimieren, Durchblutung verbessern, Blutzucker einstellen.
Behandlung
Moderne feuchte Wundversorgung mit Wundauflagen, die zur Heilungsphase passen, fachgerechte Wundreinigung, Kompressionstherapie beim offenen Bein, Druckentlastung und eiweißreiche Ernährung. Die Wunde wird regelmäßig vermessen und fotografisch dokumentiert.
Was Angehörige tun können
- Bei Bettlägerigen Lage regelmäßig wechseln, Fersen frei lagern
- Haut täglich ansehen, trocken und gepflegt halten
- Auf ausreichend Eiweiß und Flüssigkeit achten
- Verbände nicht selbst öffnen oder mit Hausmitteln behandeln
Wann sofort zum Arzt
Bei Rötung, die sich ausbreitet, Fieber, Schüttelfrost, starken neuen Schmerzen, schwarz verfärbtem Gewebe oder einer kalten, blassen Zehe.
So unterstützt Sie der Pflegedienst Tina
Wundversorgung ist unser Schwerpunkt: Zwei ICW-zertifizierte Wundexperten planen die Versorgung, dokumentieren den Verlauf mit Fotos und stimmen sich mit Ärzten und Kliniken ab. Auf ärztliche Verordnung trägt die Krankenkasse die Kosten (gesetzliche Zuzahlung, sofern keine Befreiung besteht).
Häufige Fragen
Soll eine Wunde „an der Luft“ heilen?
Nein. Wunden heilen in einem feuchten, geschützten Milieu besser und schmerzärmer.
Wer bezahlt die Wundauflagen?
Die Krankenkasse auf ärztliche Verordnung, mit der gesetzlichen Zuzahlung.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden oder Fragen zu Ihren Medikamenten wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder Ihre Apotheke. Im Notfall: 112. Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117.
Stand: September 2026 · Krankenpflegedienst Tina, Offenbach am Main
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