Kurz erklärt
Von chronischen Rückenschmerzen spricht man, wenn sie länger als drei Monate bestehen. Im Alter stecken oft Verschleiß der Wirbelsäule, Spinalkanalverengung, Osteoporose oder Muskelschwäche dahinter.
| Häufigkeit | Etwa jeder Zweite über 65 Jahre |
|---|---|
| Ursachen im Alter | Verschleiß, Spinalkanalstenose, Wirbelbrüche |
| Zuständig | Hausarzt, Orthopäde, Schmerztherapeut |
Woran man es erkennt
- Dauerhafte oder wiederkehrende Schmerzen im Kreuz oder Nacken
- Ausstrahlung ins Bein, Taubheit, schwere Beine beim Gehen (Spinalkanalstenose)
- Besserung beim Vorbeugen oder Sitzen
- Eingeschränkte Beweglichkeit, gebeugte Haltung
Was im Alter besonders ist
Schmerzen führen zu weniger Bewegung, schlechtem Schlaf und gedrückter Stimmung. Viele Schmerzmittel sind für ältere Menschen nur begrenzt geeignet. Eine plötzliche Verschlechterung kann auf einen osteoporotischen Wirbelbruch hinweisen.
Behandlung
Bewegung und gezielte Kräftigung sind am wirksamsten: Physiotherapie, Rückenschule, Gehen, Wassergymnastik. Wärme und Entspannung helfen ebenfalls. Schmerzmittel wie Paracetamol oder Metamizol werden gezielt eingesetzt, bei starken Schmerzen auch Opioide. Operationen sind nur in bestimmten Fällen sinnvoll.
Was Angehörige tun können
- Zu täglicher Bewegung motivieren, auch in kleinen Einheiten
- Rückenschonendes Aufstehen aus dem Bett zeigen: über die Seite
- Feste Matratze, Sitzerhöhung, Greifzange
- Schmerzstärke von 0 bis 10 notieren – das hilft dem Arzt
Wann sofort zum Arzt
Bei neuer Taubheit im Genital- oder Gesäßbereich, Problemen beim Wasserlassen oder Stuhlgang, Lähmungen in den Beinen (Notfall, 112), bei Fieber mit Rückenschmerz oder plötzlichen Schmerzen nach einem Sturz.
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Häufige Fragen
Soll man bei Rückenschmerzen liegen bleiben?
Nein. Bettruhe verlängert die Beschwerden meist. Vorsichtige Bewegung ist fast immer besser.
Hilft eine Wärmflasche?
Bei verspannter Muskulatur ja. Vorsicht bei gestörtem Temperaturempfinden, etwa bei Diabetes – Verbrennungsgefahr.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden oder Fragen zu Ihren Medikamenten wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder Ihre Apotheke. Im Notfall: 112. Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117.
Stand: September 2026 · Krankenpflegedienst Tina, Offenbach am Main
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