Kurz erklärt
Bei einer chronischen Nierenschwäche filtern die Nieren das Blut dauerhaft schlechter. Giftstoffe und Wasser werden weniger gut ausgeschieden. Häufige Ursachen sind Bluthochdruck und Diabetes.
| Häufigkeit | Etwa jeder Dritte über 70 hat eine eingeschränkte Nierenfunktion |
|---|---|
| Messwert | eGFR aus dem Blut (Kreatinin) |
| Zuständig | Hausarzt, Nephrologe |
Woran man es erkennt
- Lange keine Beschwerden
- Später Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Juckreiz
- Wassereinlagerungen, schäumender Urin
- Veränderte Urinmenge
Was im Alter besonders ist
Die Nierenfunktion nimmt mit dem Alter natürlich ab. Viele Medikamente werden über die Nieren ausgeschieden und müssen dann niedriger dosiert werden – zum Beispiel Metformin, manche Blutverdünner und Antibiotika. Schmerzmittel wie Ibuprofen und Diclofenac können die Nieren zusätzlich schädigen.
Behandlung
Ziel ist, das Fortschreiten zu bremsen: guter Blutdruck, gut eingestellter Blutzucker, nierenschützende Medikamente (z. B. ACE-Hemmer, Sartane, SGLT-2-Hemmer) und das Vermeiden nierenschädlicher Mittel. Im Endstadium sind Dialyse oder eine Transplantation nötig.
Was Angehörige tun können
- Bei jedem neuen Medikament auf die Nierenschwäche hinweisen
- Keine Schmerzmittel ohne Rücksprache kaufen
- Ausreichend trinken – außer der Arzt hat eine Grenze festgelegt
- Bei Durchfall, Erbrechen oder Fieber früh den Arzt fragen, ob Medikamente pausiert werden sollen
Wann zum Arzt
Bei deutlich weniger Urin, starker Wassereinlagerung, Atemnot, Verwirrtheit oder anhaltendem Erbrechen.
So unterstützt Sie der Pflegedienst Tina
Wir überwachen Trinkmenge, Gewicht und Blutdruck, geben Medikamente genau nach Plan und stimmen uns bei Auffälligkeiten direkt mit Hausarzt und Nephrologe ab.
Häufige Fragen
Muss man bei Nierenschwäche viel trinken?
Nicht grundsätzlich. Die richtige Menge hängt vom Stadium und vom Herzen ab – der Arzt legt sie fest.
Warum gibt es „Sick-Day-Regeln“?
Bei Flüssigkeitsverlust können bestimmte Medikamente die Nieren belasten. Der Arzt legt vorab fest, welche man an Krankheitstagen pausiert.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden oder Fragen zu Ihren Medikamenten wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder Ihre Apotheke. Im Notfall: 112. Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117.
Stand: September 2026 · Krankenpflegedienst Tina, Offenbach am Main
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