Kurz erklärt
Bei COPD sind die Atemwege dauerhaft verengt und die Lunge überbläht. Die Luft kann schlecht ausgeatmet werden – Atemnot ist die Folge. Hauptursache ist Rauchen.
| Häufigkeit | Etwa jeder Zehnte über 40 Jahre |
|---|---|
| Leitsymptome | Husten, Auswurf, Atemnot („AHA“) |
| Zuständig | Hausarzt, Lungenfacharzt |
Woran man es erkennt
- Chronischer Husten, besonders morgens
- Zäher Auswurf
- Atemnot zunächst bei Belastung, später auch in Ruhe
- Häufige Bronchitis, vor allem im Winter
Was im Alter besonders ist
Atemnot führt dazu, dass Betroffene sich weniger bewegen – das schwächt die Muskeln und verstärkt die Atemnot. Viele ältere Menschen haben Schwierigkeiten mit der richtigen Inhalationstechnik. Akute Verschlechterungen (Exazerbationen) enden häufig im Krankenhaus.
Behandlung
Rauchstopp ist die wichtigste Maßnahme. Inhalationsmedikamente erweitern die Bronchien. Dazu kommen Atemphysiotherapie, Lungensport, Impfungen (Grippe, Pneumokokken, RSV, Corona) und bei Bedarf eine Sauerstoff-Langzeittherapie.
Was Angehörige tun können
- Inhalationstechnik regelmäßig mit dem Arzt oder der Apotheke prüfen
- Atemerleichternde Haltungen kennen: Kutschersitz, Lippenbremse
- Wohnung rauchfrei halten, gut lüften
- Kleine, häufige Mahlzeiten – volle Mägen erschweren das Atmen
Wann sofort handeln
Bei deutlich zunehmender Atemnot, blauen Lippen, Verwirrtheit, Fieber oder verfärbtem Auswurf den Arzt rufen. Bei schwerer Atemnot in Ruhe oder Bewusstseinstrübung: 112. Sauerstoff nur in der verordneten Menge geben.
So unterstützt Sie der Pflegedienst Tina
Wir unterstützen bei Inhalation und Sauerstofftherapie, beobachten Atmung und Sauerstoffsättigung und reagieren früh auf Verschlechterungen. Unser Team hat Erfahrung in der außerklinischen Beatmung. Mehr dazu in unserem Ratgeber „Alltag mit COPD“.
Häufige Fragen
Macht Sauerstoff abhängig?
Nein. Sauerstoff wird verordnet, wenn der Sauerstoffgehalt im Blut dauerhaft zu niedrig ist. Er entlastet Herz und Körper.
Warum soll man bei COPD in Bewegung bleiben?
Trainierte Muskeln verbrauchen weniger Sauerstoff. Das verringert die Atemnot im Alltag spürbar.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden oder Fragen zu Ihren Medikamenten wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder Ihre Apotheke. Im Notfall: 112. Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117.
Stand: September 2026 · Krankenpflegedienst Tina, Offenbach am Main
Rufen Sie uns an. Wir klären Ihre Fragen zu Pflegegrad, Leistungen und Kosten — kostenlos, unverbindlich und ohne Verkaufsgespräch.
Vladislav Dokić empfiehlt
Wenn Sie das Thema interessiert, passen diese beiden Beiträge gut dazu.