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COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) — Krankenpflegedienst Tina
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Pflegewissen

COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung)

Vladislav Dokić
Vladislav Dokić
Pflegedienstleitung
08. Oktober 2026
2 Min. Lesezeit

Kurz erklärt

Bei COPD sind die Atemwege dauerhaft verengt und die Lunge überbläht. Die Luft kann schlecht ausgeatmet werden – Atemnot ist die Folge. Hauptursache ist Rauchen.

Häufigkeit Etwa jeder Zehnte über 40 Jahre
Leitsymptome Husten, Auswurf, Atemnot („AHA“)
Zuständig Hausarzt, Lungenfacharzt

Woran man es erkennt

  • Chronischer Husten, besonders morgens
  • Zäher Auswurf
  • Atemnot zunächst bei Belastung, später auch in Ruhe
  • Häufige Bronchitis, vor allem im Winter

Was im Alter besonders ist

Atemnot führt dazu, dass Betroffene sich weniger bewegen – das schwächt die Muskeln und verstärkt die Atemnot. Viele ältere Menschen haben Schwierigkeiten mit der richtigen Inhalationstechnik. Akute Verschlechterungen (Exazerbationen) enden häufig im Krankenhaus.

Behandlung

Rauchstopp ist die wichtigste Maßnahme. Inhalationsmedikamente erweitern die Bronchien. Dazu kommen Atemphysiotherapie, Lungensport, Impfungen (Grippe, Pneumokokken, RSV, Corona) und bei Bedarf eine Sauerstoff-Langzeittherapie.

Was Angehörige tun können

  • Inhalationstechnik regelmäßig mit dem Arzt oder der Apotheke prüfen
  • Atemerleichternde Haltungen kennen: Kutschersitz, Lippenbremse
  • Wohnung rauchfrei halten, gut lüften
  • Kleine, häufige Mahlzeiten – volle Mägen erschweren das Atmen

Wann sofort handeln

Bei deutlich zunehmender Atemnot, blauen Lippen, Verwirrtheit, Fieber oder verfärbtem Auswurf den Arzt rufen. Bei schwerer Atemnot in Ruhe oder Bewusstseinstrübung: 112. Sauerstoff nur in der verordneten Menge geben.

So unterstützt Sie der Pflegedienst Tina

Wir unterstützen bei Inhalation und Sauerstofftherapie, beobachten Atmung und Sauerstoffsättigung und reagieren früh auf Verschlechterungen. Unser Team hat Erfahrung in der außerklinischen Beatmung. Mehr dazu in unserem Ratgeber „Alltag mit COPD“.

Häufige Fragen

Macht Sauerstoff abhängig?

Nein. Sauerstoff wird verordnet, wenn der Sauerstoffgehalt im Blut dauerhaft zu niedrig ist. Er entlastet Herz und Körper.

Warum soll man bei COPD in Bewegung bleiben?

Trainierte Muskeln verbrauchen weniger Sauerstoff. Das verringert die Atemnot im Alltag spürbar.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden oder Fragen zu Ihren Medikamenten wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder Ihre Apotheke. Im Notfall: 112. Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117.

Stand: September 2026 · Krankenpflegedienst Tina, Offenbach am Main

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Vladislav Dokić
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