Kurz erklärt
Von Bluthochdruck spricht man, wenn der Blutdruck dauerhaft bei 140/90 mmHg oder darüber liegt. Er ist die häufigste chronische Erkrankung im Alter und ein Hauptrisiko für Schlaganfall, Herzinfarkt und Nierenschwäche.
| Häufigkeit | Rund drei von vier Menschen über 70 Jahre |
|---|---|
| Beschwerden | Meist keine – deshalb „stiller Killer“ |
| Zuständig | Hausarzt, Kardiologe |
Woran man es erkennt
- Meist gar nicht – nur durch Messen
- Manchmal Kopfschmerzen am Morgen, Schwindel, Ohrensausen
- Nasenbluten, Unruhe, Kurzatmigkeit bei sehr hohen Werten
Was im Alter besonders ist
Im Alter werden die Gefäße steifer, der obere Wert steigt. Gleichzeitig reagiert der Kreislauf empfindlicher: Zu stark gesenkter Blutdruck führt zu Schwindel beim Aufstehen und zu Stürzen. Die Zielwerte legt der Arzt deshalb individuell fest.
Behandlung
Salzarme Ernährung, Bewegung, Gewichtsabnahme und wenig Alkohol senken den Blutdruck. Meist sind zusätzlich Medikamente nötig, häufig eine Kombination aus zwei Wirkstoffen, zum Beispiel Ramipril oder Candesartan mit Amlodipin oder einem Entwässerungsmittel.
Was Angehörige tun können
- Blutdruck zu Hause messen: sitzend, nach 5 Minuten Ruhe, Manschette auf Herzhöhe
- Werte mit Datum und Uhrzeit notieren und zum Arzt mitnehmen
- Medikamente nicht eigenmächtig weglassen, auch wenn die Werte gut sind
- Langsam aufstehen: erst sitzen, dann stehen
Wann sofort 112 anrufen
Bei Werten über 180/120 mmHg zusammen mit Brustschmerz, Atemnot, Lähmungen, Sprachstörungen oder starker Verwirrtheit. Hohe Werte ohne Beschwerden: ruhig nachmessen und am selben Tag den Hausarzt informieren.
So unterstützt Sie der Pflegedienst Tina
Wir messen und dokumentieren den Blutdruck, stellen und verabreichen Medikamente und melden dem Hausarzt auffällige Werte. Auf ärztliche Verordnung zahlt das die Krankenkasse (gesetzliche Zuzahlung, sofern keine Befreiung besteht).
Häufige Fragen
Welcher Blutdruck ist im Alter normal?
Als Ziel gelten für viele Ältere Werte zwischen 120 und 140 mmHg für den oberen Wert. Bei gebrechlichen Menschen kann der Arzt höhere Werte akzeptieren.
Handgelenk- oder Oberarmgerät?
Oberarmgeräte messen genauer. Wichtig ist die richtige Manschettengröße.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden oder Fragen zu Ihren Medikamenten wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder Ihre Apotheke. Im Notfall: 112. Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117.
Stand: September 2026 · Krankenpflegedienst Tina, Offenbach am Main
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