Kurz erklärt
Apixaban ist ein moderner Blutverdünner (direktes orales Antikoagulans). Er schützt vor Schlaganfällen bei Vorhofflimmern und behandelt oder verhindert Thrombosen.
| Wirkstoffgruppe | Direkte orale Antikoagulanzien (Faktor-Xa-Hemmer) |
|---|---|
| Einsatz | Vorhofflimmern, Thrombose, Lungenembolie, nach Hüft- oder Knie-OP |
| Verschreibungspflichtig | ja |
Wie es wirkt
Apixaban hemmt einen Gerinnungsfaktor (Faktor Xa). Das Blut gerinnt langsamer, Blutgerinnsel entstehen seltener. Anders als bei Marcumar sind keine regelmäßigen Gerinnungskontrollen (INR) nötig.
Richtig einnehmen
- Zweimal täglich im Abstand von etwa 12 Stunden
- Mit oder ohne Essen, auch zermörsert möglich
- Keine Dosis auslassen – der Schutz lässt schon etwa 12 Stunden nach der letzten Dosis spürbar nach
Häufige Nebenwirkungen
- Blaue Flecken, Nasen- und Zahnfleischbluten
- Blut im Urin
- Selten schwere Blutungen im Magen-Darm-Trakt oder Gehirn
Worauf man im Alter achten sollte
Die Dosis hängt von Alter, Gewicht und Nierenfunktion ab – deshalb Nierenwerte regelmäßig kontrollieren. Schmerzmittel wie Ibuprofen, Diclofenac oder ASS erhöhen das Blutungsrisiko. Vor jeder Operation, Zahnbehandlung oder Spritze muss der Arzt von der Einnahme wissen.
Wann sofort zum Arzt oder 112
Bei schwarzem Stuhl, Bluterbrechen, Blut im Urin, Blutungen, die nicht stoppen, oder nach einem Sturz auf den Kopf – auch ohne Beschwerden. Bei starken Kopfschmerzen, Lähmung oder Sprachstörung: 112.
So unterstützt Sie der Pflegedienst Tina
Wir geben Apixaban pünktlich morgens und abends, achten auf Blutungszeichen und informieren Ärzte vor Eingriffen über die Blutverdünnung.
Häufige Fragen
Was tun bei einer vergessenen Dosis?
Bei Apixaban die vergessene Tablette sofort nehmen und dann wie gewohnt weiter – nie zwei Tabletten auf einmal. Im Zweifel die Apotheke fragen.
Warum reicht nicht ASS?
Bei Vorhofflimmern schützt ASS kaum vor Schlaganfall. Apixaban ist dafür deutlich wirksamer.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden oder Fragen zu Ihren Medikamenten wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder Ihre Apotheke. Im Notfall: 112. Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117.
Stand: September 2026 · Krankenpflegedienst Tina, Offenbach am Main
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