Kurz erklärt
Acetylsalicylsäure in niedriger Dosis (meist 100 mg) hemmt die Blutplättchen. Sie verhindert, dass sich in verengten Gefäßen Gerinnsel bilden.
| Wirkstoffgruppe | Thrombozytenaggregationshemmer |
|---|---|
| Einsatz | nach Herzinfarkt, Stent, Schlaganfall, bei Durchblutungsstörungen |
| Verschreibungspflichtig | nein, wird aber ärztlich verordnet |
Wie es wirkt
ASS sorgt dafür, dass Blutplättchen weniger zusammenkleben. Die Wirkung hält etwa eine Woche an, weil sich die Plättchen erst erneuern müssen.
Richtig einnehmen
- Einmal täglich, am besten nach einer Mahlzeit mit Wasser
- Nicht zusammen mit Ibuprofen zur gleichen Zeit – Ibuprofen kann die Wirkung abschwächen
- Nur auf ärztliche Anweisung absetzen
Häufige Nebenwirkungen
- Magenbeschwerden, Sodbrennen
- Leichtere Blutungen: Nasenbluten, Zahnfleischbluten, blaue Flecken
- Selten Magengeschwür oder Magenblutung
Worauf man im Alter achten sollte
Zur reinen Vorbeugung ohne bekannte Herz- oder Gefäßerkrankung wird ASS älteren Menschen heute meist nicht mehr empfohlen, weil das Blutungsrisiko den Nutzen übersteigt. Nach Herzinfarkt, Stent oder Schlaganfall ist es dagegen sehr wichtig. In Kombination mit anderen Blutverdünnern, Kortison oder Schmerzmitteln steigt das Blutungsrisiko – oft verordnet der Arzt dann einen Magenschutz.
Wann sofort zum Arzt
Bei schwarzem Teerstuhl, Bluterbrechen, starken Bauchschmerzen, Blut im Urin oder Kopfverletzungen nach einem Sturz.
So unterstützt Sie der Pflegedienst Tina
Wir geben ASS zuverlässig, achten auf Blutungszeichen und weisen Ärzte vor Eingriffen auf die Blutverdünnung hin.
Häufige Fragen
Muss ASS vor einer Zahnbehandlung abgesetzt werden?
Meist nicht. Die Entscheidung trifft der Zahnarzt zusammen mit dem Hausarzt oder Kardiologen.
Ist ASS 100 dasselbe wie eine Kopfschmerztablette?
Es ist derselbe Wirkstoff, aber in viel niedrigerer Dosis. Als Schmerzmittel ist ASS für ältere Menschen wegen des Blutungsrisikos wenig geeignet.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden oder Fragen zu Ihren Medikamenten wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder Ihre Apotheke. Im Notfall: 112. Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117.
Stand: September 2026 · Krankenpflegedienst Tina, Offenbach am Main
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