Kurz erklärt
Ramipril gehört zu den ACE-Hemmern und ist eines der am häufigsten verordneten Medikamente in Deutschland. Es senkt den Blutdruck und entlastet das Herz.
| Wirkstoffgruppe | ACE-Hemmer |
|---|---|
| Einsatz | Bluthochdruck, Herzschwäche, nach Herzinfarkt, Nierenschutz bei Diabetes |
| Verschreibungspflichtig | ja |
Wie es wirkt
Ramipril blockiert ein Enzym, das ein gefäßverengendes Hormon bildet. Die Blutgefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt und das Herz muss weniger Kraft aufwenden.
Richtig einnehmen
- Einmal oder zweimal täglich, immer zur gleichen Zeit
- Unabhängig von den Mahlzeiten, mit Wasser
- Nicht eigenmächtig absetzen, auch wenn der Blutdruck gut ist
Häufige Nebenwirkungen
- Trockener Reizhusten (häufig – dann wechselt der Arzt oft auf ein Sartan)
- Schwindel, besonders zu Beginn und beim Aufstehen
- Erhöhte Kaliumwerte, Veränderung der Nierenwerte
Worauf man im Alter achten sollte
Blutdruck, Nierenwerte und Kalium sollten regelmäßig kontrolliert werden. Kaliumpräparate, kaliumsparende Entwässerungsmittel und Schmerzmittel wie Ibuprofen verstärken das Risiko für Nierenprobleme. Bei Durchfall, Erbrechen oder starkem Schwitzen kann der Blutdruck zu stark fallen – dann den Arzt fragen, ob Ramipril pausiert werden soll.
Wann sofort zum Arzt
Schwellungen von Lippen, Zunge oder Rachen mit Schluck- oder Atemnot (Angioödem) sind ein Notfall – sofort 112. Selten, aber auch nach jahrelanger Einnahme möglich.
So unterstützt Sie der Pflegedienst Tina
Wir stellen und verabreichen Ramipril, messen Blutdruck und dokumentieren die Werte für den Hausarzt – auf ärztliche Verordnung als Leistung der Krankenkasse (gesetzliche Zuzahlung, sofern keine Befreiung besteht).
Häufige Fragen
Was tun gegen den Reizhusten?
Den Arzt informieren. Hustensaft hilft nicht; meist wird auf ein Sartan wie Candesartan umgestellt.
Darf ich eine vergessene Tablette nachnehmen?
Wenn es bald nach dem üblichen Zeitpunkt auffällt, ja. Ist bald die nächste Einnahme fällig, auslassen – nie die doppelte Dosis.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden oder Fragen zu Ihren Medikamenten wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder Ihre Apotheke. Im Notfall: 112. Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117.
Stand: September 2026 · Krankenpflegedienst Tina, Offenbach am Main
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