Heimparenterale
Ernährung.
Ernährung über Port oder zentralen Katheter — steril, verlässlich und zu Hause statt in der Klinik.
Wenn Essen nicht mehr genügt.
Die heimparenterale Ernährung ist eine spezialisierte medizinische Versorgung, die für Patient:innen lebenswichtig sein kann, die Nahrung nicht auf normalem Weg aufnehmen können.
Gründe dafür sind etwa Darmversagen, bestimmte Krebserkrankungen oder schwerwiegende Erkrankungen des Verdauungssystems. Die Nährlösung wird dabei unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts direkt über einen Port oder einen zentralvenösen Katheter gegeben.
Diese Versorgung stellt hohe Anforderungen an Hygiene und Sorgfalt — jeder Handgriff muss sitzen. Unsere Fachkräfte sind dafür geschult, arbeiten nach festen Standards und stimmen sich eng mit Klinik, Hausarztpraxis und dem Hersteller der Nahrung ab. So ist die Versorgung zu Hause genauso sicher wie stationär, nur eben im eigenen Bett.
Was wir für Sie übernehmen.
Portversorgung
Anstechen und Entfernen der Portnadel unter sterilen Bedingungen, auch am Wochenende.
Katheterpflege
Versorgung zentralvenöser Zugänge, Verbandswechsel und Kontrolle auf Infektionszeichen.
Infusionsmanagement
Anschließen, Überwachen und Beenden der Nährlösung nach ärztlichem Plan.
Pumpenbedienung
Programmieren und Kontrolle der Ernährungspumpe, Einweisung für Sie und Ihre Angehörigen.
Bilanzierung
Kontrolle von Gewicht, Ein- und Ausfuhr und Allgemeinzustand mit Rückmeldung an die Praxis.
Organisation
Abstimmung mit Klinik, Hausarztpraxis, Apotheke und Nahrungshersteller — wir übernehmen den Papierkram.
Wann diese Versorgung nötig ist.
- Bei Darmversagen oder Kurzdarmsyndrom
- Während oder nach Chemotherapie und Bestrahlung
- Bei schweren Erkrankungen des Verdauungssystems
- Nach ausgedehnten Operationen im Bauchraum
- Bei anhaltender Mangelernährung trotz oraler Kost
- In palliativen Situationen zur Stabilisierung
Vom Klinikbett nach Hause.
Die Versorgung ist Behandlungspflege nach § 37 SGB V. Wir übernehmen die Abstimmung, damit der Übergang aus der Klinik ohne Lücke gelingt.
Kontakt aus der Klinik
Oft meldet sich das Entlassmanagement. Sie können uns aber auch selbst anrufen.
Abstimmung
Wir klären mit Klinik, Hausarztpraxis und Hersteller Nahrung, Material und Pumpe.
Kostenübernahme
Wir reichen die Verordnung ein und begleiten die Genehmigung durch die Kasse.
Start zu Hause
Erste Versorgung mit ausführlicher Einweisung — meist innerhalb weniger Tage.
Fragen zur Heimparenterale Ernährung.
Ja. Portversorgung und Infusionen richten sich nicht nach Wochentagen — unsere Touren decken alle sieben Tage ab.
Bei ärztlicher Verordnung übernimmt die Krankenkasse Nährlösung, Verbrauchsmaterial und Pumpe. Die pflegerische Leistung läuft über die häusliche Krankenpflege.
Bei guter Abstimmung mit der Klinik meist innerhalb weniger Tage nach Entlassung. Rufen Sie uns früh an, dann läuft die Organisation parallel.
Ja, in dem Umfang, den Sie möchten. Wir weisen ein, üben gemeinsam und bleiben trotzdem für alle sterilen Maßnahmen zuständig.
Wir erkennen Infektionszeichen und Funktionsstörungen früh, informieren sofort die behandelnde Praxis und organisieren im Notfall die Klinikvorstellung.
Lässt sich gut kombinieren.
Sprechen wir über Ihre Situation.
Ein Anruf genügt. Wir beraten Sie kostenlos und unverbindlich — und sagen Ihnen ehrlich, was sinnvoll ist und was nicht.



