Pflegezuschuss beantragen

Wenn Sie die Kosten für die Pflege eines Angehörigen oder für sich selbst nicht tragen können, besteht die Möglichkeit, eine finanzielle Unterstützung zu erhalten, damit die notwendige pflegerische Versorgung gesichert werden kann. Hierfür können Sie einen Pflegezuschuss beantragen. Das sogenannte Pflegestärkungsgesetz gibt die Höhe der Pflegezuschüsse abhängig von der Pflegestufe des Patienten beziehungsweise dem Pflegegrad vor.

Im Folgenden klären wir Sie über die aktuelle Gesetzeslage der Pflegestärkung auf und zeigen Ihnen, welche Leistungen Ihnen bei der jeweiligen Pflegestufe und der Art der Pflege zustehen.

Pflegestärkungsgesetz 1, 2 und 3

Durch das erste und das zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG I und II) erhalten vor allem Demenz, oder andere psychische erkrankte Menschen in Deutschland ab 2017 endlich die gleichen Leistungen der sozialen Pflegeversicherung wie dauerhaft körperlich Erkrankte.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

Bei der Behandlungspflege handelt es sich um Maßnahmen, die von einem Arzt angeordnet und von geschulten Pflegekräften ausgeführt werden. Die Behandlungspflege soll mit ihren Pflegezuschüssen pflegebedürftige Personen bei der Heilung oder Verbesserung der Krankheit unterstützen oder dabei helfen, eine Verschlimmerung der Erkrankung zu verhindern.

Bereits seit 2015 werden aufgrund des Pflegestärkungsgesetz I (PSG I) Versicherte und Angehörige durch eine durchschnittliche Leistungssatz Erhöhung von vier Prozent besser unterstützt.

Die größte Änderung betrifft jedoch das Pflegestärkungsgesetzt III (PSG II). Durch Ihn wird der Pflegebedürftigkeitsbegriff in Deutschland geändert. Dies betrifft außerdem die Begutachtung des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkenversicherungen), der an die Einschränkungen der Demenz,- oder anderen psychischen Erkrankungen, angepasst wird.

Pflegestärkungsgesetz III (PSG III) betrifft hauptsächlich die Länder und Kommunen, die zur Besserung der Pflegeinfrastrukturen durch den Ausbau von Beratungsstätten verpflichtet worden sind.

Leistungen bei Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst:
Pflegestufe / Pflegesachleistung 2016 Pflegegrad / Pflegesachleistungab 2017 Unterschied Pflegestufe / Pflegegrad
„Pflegestufe 0“ (nur Demenz): 231 € Pflegegrad 2: 689 € Erhöhung um 458 €
Pflegestufe 1: 468 € Pflegegrad 2: 689 € Erhöhung um 221 €
Pflegestufe 2: 1.144 € Pflegegrad 3: 1.298 € Erhöhung um 154 €
Pflegestufe 3: 1.612 € Pflegegrad 4: 1.612 € -
Härtefall mit Pflegestufe 3: 1.995 € Pflegegrad 5: 1.995 € -
Leistungen bei Pflege in der Tages- oder Nachtpflege:
Pflegestufe / Pflegesachleistung 2016 Pflegegrad / Pflegesachleistungab 2017 Unterschied Pflegestufe / Pflegegrad
„Pflegestufe 0“ (nur Demenz): 231 € Pflegegrad 2: 689 € Erhöhung um 458 €
Pflegestufe 1: 468 € Pflegegrad 2: 689 € Erhöhung um 221 €
Pflegestufe 2: 1.144 € Pflegegrad 3: 1.298 € Erhöhung um 154 €
Pflegestufe 3: 1.612 € Pflegegrad 4: 1.612 € -
Härtefall mit Pflegestufe 3: 1.995 € Pflegegrad 5: 1.995 € -
Leistungen bei Pflege im Alten- und Pflegeheim:
Pflegestufe / Pflegesachleistung 2016 Pflegegrad / Pflegesachleistungab 2017 Unterschied Pflegestufe / Pflegegrad
Pflegestufe 1: 1.064 € Pflegegrad 2: 770 € Kürzung um 294 €
Pflegestufe 2: 1.330 € Pflegegrad 3: 1.262 € Kürzung um 68 €
Pflegestufe 3: 1.612 € Pflegegrad 4: 1.775 € Erhöhung um 163 €
Härtefall mit Pflegestufe 3: 1.995 € Pflegegrad 5: 2.005 € Erhöhung um 10 €
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Unterstützung für geringfügig Pflegebedürftige

Auch können noch weitgehend selbstständige, geringfügig Pflegebedürftige mit dem künftigen Pflegegrad 1 finanzielle Unterstützung erhalten. Das Pflegestärkungsgesetz II gesteht ab 2017 monatlich einen Pflegezuschuss von genau 125 Euro als Kostenerstattung für Betreuungs- und Entlastungsleistungen zu.

Außerdem stehen Ihnen noch Pflegezuschüsse zur Gründung einer Pflege- oder Demenz-Wohngruppe, des Weiteren für Pflegehilfsmittel und zur altersgerechten Wohnraumgestaltung, sowie zwei kostenlose Beratungsbesuche durch ausgebildete Fachkräfte pro Jahr zu.

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